Mittwoch, 26. November 2008

Viaje al norte - Reise in den Norden 21.- 23.11. 2008

3 Tage mit Beto und unserem liebgewonnenen Auto durch Chile vorbei an Strand und Meer und tief hinein in die Wueste. Freitag Morgen gings los. Ich habe die tollsten Sachen eingekauft, die man eben braucht, wenn man auf reisen und campen geht! Das macht Spass! Meine Welt! Motor an...MUSICA!!...Vamos! Zuerst gings in den Nationalpark Frey Gorge. Von der Strasse geht es ab ins Nichts. Ein Meer von Wuestenlandschaft. Irgendwo ein alteingesessener Chilene -geboren und irgendwann gestorben an einem Ort im Niemandsland- der uns eine Kette aufschliesst, um uns das Tor in die Wuestenlandschaft zu oeffnen. Am Meer angekommen konnten wir dann nach einer kurvenreichen Fahrt durch Sand und Kakteen erst einmal tief die tolle frische Meerluft einatmen. Wir wollten dann noch weiter um die Bucht herum. Als ich ploetzlich rief "Miiiiraaa" -Tanja hat Riesenmuscheln entdeckt. Tja, und da machte Beto erschrocken eine Vollbremsung und da wars fast passiert. Natuerlich war mein Ausruf genau an der Stelle wo richtig viel Sand auf einem Haufen war - perfekt zum stecken bleiben. Und da standen wir - und welch ein Glueck, wir kamen wieder raus. Das Glueck hielt allerdings nicht lange an. Einige Sekunden spaeter steckten wir dann wirklich fest an anderer Stelle. Da konnten wir machen, was wir wollten-alleine konnten wir uns nicht befreien. Von weitem kam dann langsam die Rettung. Noch ein Einheimischer mit Hund und schon einigen nuetzlichen Steinen auf den Schultern. Tja und so verbrachten wir 3-4 Stunden am Strand mit Steine zusammenschleppen und Buddeln und Anschieben und alles, was so dazugehoert, wenn man sich aus dieser misslichen Lage befreien will. Ich war die ganze Zeit sehr optimitisch, dass wir es frueher oder spaeter schaffen werden und so haben wir uns eigentlich alle nicht sehr stressen lassen und wo laesst es sich besser schuften als am meer...mit meeresrauschen und einem frischen Lueftchen. Nach dieser ungeplanten Aktion sind wir dann wieder zurueck in die Zivilisation und haben in La Serena, einem Ort etwa 6 Autostunden noerdlich von ValpO, uebernachtet. Am naechsten Morgen gings dann weiter nach Punta Chorros. Ein wunderbarer Ort. Wir wurden von einem Fischer zur Stelle gebracht, an der Beto sich um seine Arbeit kuemmern musste. Tuerme warten, die Daten bringen, wo dann spaeter mal Windraeder stehen sollen. Waehrend die einen arbeiten machen die anderen Fotos von einer wunderbaren Natur -tollen Blumen und vielem Kleintier. Spaeter wurden wir dann noch in der urigen Fischershuette zu einer koestlichen Fischsuppe eingeladen-ich sollte echt mehr Fisch essen! Im Haus alles was sich im Meer und am Strand finden laesst...Stundenlanges gucken und kein Ende. Fischergeschichten und Menschen pur! Die Moeglichkeit einen "loco" zu probieren gabs auch -Riesenmuscheln, frisch aus dem Meer- ich habs dem Fischer ueberlassen:-) Da hab ich mir das Ding doch lieber ans Ohr gehalten und den Geraeuschen gelauscht! Wieder ein Ort, an dem ich es durchaus einige Tage laenger ausgehalten haette. Aber weiter gings.
Auf dem Rueckweg konnte ich dann endlich Beto davon ueberzeugen, dass ich doch zu gern hinten auf den Pick up und meine Haare im Andenwind fliegen sehen moechte-das war Ueberzeugungsarbeit---Latinos: von wegen Frauen hinten drauf und so...tztztz...das war das wahnsinnigste Gefuehl! Singend und geniessend in der Sonne mit dem Andenwind und einem Blick in eine endlose Weite! Seufz! Da vergisst man alles und es fuehlt sich einfach nur frei an!
Abends bei Sonnenuntergang sind wir dann in Algarrobal, einem anderen Wuestenort angekommen. - ja da gibts viele von! Nichts! Nichts! Nichts! Endlich Zelt aufschlagen, Kerzen an, Leckereien rausgeholt...weinchen aufgemacht und in den wunderbarsten Sternenhimmel geguckt, den ich je gesehen hab. Ich hab mich gefuehlt wie in einer Schneekugel nur nicht mit Schnee, sondern mit Sternen, die auf einen runterrieseln. Es war eine so dichte Sternenkuppel und dazu gabs doch gleich noch eine Sternenschnuppe - was will man mehr! Unvergessliche Momente!! Morgens sind dir dann noch viel mehr im Nichts aufgewacht...alles nebelig und nichts zu sehen. Die Sonne kam aber spaeter wieder raus. Wir haben uns wieder auf den Heimweg die 9 Stunden nach ValpO gemacht und haben in der Hitze im Auto geschmorrt! Ein schoener Ausflug in Chiles Naturweiten!

angekommen am meer

beto am meer

kakteen

kakteenlandschaft


abendstimmung

Punta Chorros

eidechse




arbeitsort in chile




loco



auf dem pickup durch chiles wuestenlandschaft



zelten in der wueste


hoch hinaus

immer an der kueste entlang


Mittwoch, 19. November 2008

Mendoza - ARGENTINA 22.10. - 26.10.2008

Fast drei Monate um in Chile – also raus aus dem Land nach Argentinien! 8 Stunden Nachtfahrt durch die Anden zusammen mit Lena. Nachts um 4 mussten wir dann raus in die eisige Kaelte, um unseren argentinischen Stempel im Pass in Empfang zu nehmen. Immer dabei mein hoechst seltsamer argentinischer Mitfahrer, der sich schnarchend auf den beiden Sitzen vor mir breit machte und mir als erstes mal ein rundes Ding in die Hand drueckte zum Drogen zerkleinern. Ach und ob ich denn noch die und die Droge kennen wuerde – den Namen hab ich vergessen – kannte ich nicht. Naja, er meinte ich wuerde mich dann irgendwann an ihn erinnern. „Haeh, will der mir jetzt was ueber die Grenze unterschieben?!“ – da ging meine Fantasie mal wieder mit mir durch. Naja, aber ich hab ja auch schon so meine Erfahrungen gemacht, was Kriminalitaet in Suedamerika angeht und so abwegig waer das ja nu nicht. Aber nein, Lena und ich sind ohne weitere Komplikationen ueber die Grenze gekommen und morgens gluecklich und mit grossen Augen, endlich mal wieder was Neues zu sehen, in Mendoza angekommen. Ich hatte gleich ein liebevolles Gefuehl zu dieser Stadt. Wir haben uns dann aufgemacht zum Hostal von Meike, Lenas Freundin, die ein Semester in Mendoza studiert. Meike war aber tief und fest am schlafen, sodass Lena und ich noch einige Zeit auf der Strasse vor dem Haus verbracht haben bis wir mit ziemlich hartnaeckigem Klingeln Meikes Hostalmitbewohner aus den Federn geholt haben. Nachdem wir dann kurz ne kleine Runde genickert haben gings dann gegen Mittag los zum Fruehstuecken: EIS!! Aber was fuer eins. Die Qual der Wahl….ricissimo wars! Dann sind wir zusammen mit Meike und Lucia, ihrer mexikanischen Freundin, zur Uni! Da haben wir die beiden dann fleissig sein lassen und Lena und ich haben uns auf gemacht und sind durch den riesen Park geschlendert. Und wie wir das genossen haben: das ganze GRUEN!! Toll! Ich weiss nicht wie oft wir beiden an dem Tag oh und ah wie toll gesagt haben. Das fehlt halt einfach wirklich sehr in Valpo…Natur. Wir sind dann den ganzen Tag viel viel gelaufen und haben viel viel Sonne abbekommen. Ein bisschen zu viel fuer mich anscheinend. Am naechsten Tag war mir von morgens bis abends uebel. Trotzdem hab ich mich tapfer geschlagen und hab trotz einigen Austritten aufs Klo – die Argentinier sind davon ueberzeugt, dass das alles von einem gewissen Andenwind kommt – den Tag mit Weinprobe und einem Besuch in der Schokoladenfabrik sehr genossen.

Am naechsten Tag war ich dann auch wieder fit und wir haben uns mit 5 maedels – Lena, Meike, Lucia, Nada (eine andere deutsche Mitbewohnerin von Meike) und ich auf nach Potrerillos gemacht. Das ist ein Ort mitten in den Anden mas o menos 1 ½ Stunden von Mendoza entfernt. Dort ausgestiegen kam mir alles nur noch total irreal vor und ich hatte mal wieder so Momente, in denen ich mir sagen musste: Krass, Tanja, du stehst gerad mitten in den Anden in Suedamerika! Wahnsinn! Nachdem wir uns dann auf dem Platz ein koestliches Fruehstueckspicknick gegoennt haben sind wir dann „Heo, spann den Wagen an“ singend durch die Landschaft gezogen mit dem Ziel irgendwann auf ein Raftingspektakel zu stossen, vom dem wir spontan erfahren hatten. Wir haben unseren Fussmarsch schliesslich ein bisschen abgekuerzt, als ploetzlich ein Bulli im die Ecke kam, wie dafuer geschaffen, 5 nette Maedels mitzunehmen. Nada hats dann ganz direkt gedreht: Nimmst du uns mit zum Rafting? Gebongt. Schwups sassen wir im Bus und kamen einige Minuten spaeter an der Stelle vom Rafting an. So haben wir ganz spontan auch noch eine besondere Unterhaltung gehabt.

Abends haben wir wieder lecker gekocht….ein Mal mit allem drum und dran und vor allem Arrroz con leche!!

Am naechsten Morgen sind wir mit einerseits schwerem Herzen wieder in den Bus nach Chile gestiegen. Andererseits wars auch ein Gefuehl von nach Hause kommen und als wir dann wieder an der chilenischen Grenze waren hatte ich auch ein Gefuehl von Zugehoerigkeit und das war schoen. Und auch wenn Mendoza wirklich so schoen war und wir uns dort auf den Strassen gerade abends weitaus sicherer gefuehlt haben, Valpo ist ein besonderes Plaetzchen und es hat seinen Platz in meinem Herzen gefunden!


koestliches Eisfruehstueck mit Meike, Lucia und Lena



ham!!





oh!! ah!! so viel gruen - wie toll!!



im Parque



im Parque mit Blick auf die Anden





Kochen mit den Maedels bei Meike und Nada im Hostal





Weinprobe in einer der vielen Bodegas



Weinfaesser



unbekannte, aber koestliche fruechte vom baum klauen



Augenbaeume



Schoki, Likoer, Marmeladen und Pasten - Probe : Hmmm!!



Energie rauslassen nach so vielen Koestlichkeiten



Schoki machts moeglich






Potrerillos - Ist das Wahr?!


Spaziergang durch die Anden



Fruehstueckspicknick



letzte Reste auskratzen



Mate - immer dabei!!



Erschoepfungserscheinungen vom vielen Essen



Andenmode



Rafting


Raftingaction



warten in Potrerillos auf den Bus nach Mendoza - Mate wie immer dabei!!





Reiselandschaft


wieder in Chile





Sonntag, 16. November 2008

Santiago - Cajon del Maipo 19./20. Oktober 2008

Auf gings: das zweite mal nach Santiago!! Diesmal mit Carla, eine chilenische Freundin, die ich bei meiner ersten Santiagoreise kennengelernt hab. Frueh morgens stiegen wir in Curauma -der Vorort Valparaísos, in dem Carla wohnt- in den Bus und machten uns auf nach "SANTIASCO". Angekommen in der Grossstadt liessen wir unsere sieben Sachen bei Carlas Oma und machten uns auf nach José del Maipo. Dort genossen wir die Ruhe, Berge, Schneegipfel und Fuesse im kalten Wasser. Abends haben wir uns -ich mit einem leichten Sonnenstich von so viel chilenischer Sonne- ein koestliches Mal inmitten Santiagos gegoennt und sind abends totmuede ins bett gefallen. oh wie schoen...diese ruhe bei carlas oma zu hause! keine 16 anderen potenziellen naechtlichen Wachmacher, die betrunken und in schlafraubender lautstaerke nach hause kommen! Dann noch Carlas verzueckte Oma...oh wie schoen deine Freundin "rubia" (blond) ... und bist du katholisch? -ja- que lindo!! ...tja, wie leicht man manche Menschen doch gluecklich machen kann=)
Den Sonntag sind wir dann noch in Santiago herumgeschlendert, haben uns ein dickes fettes Eis gegoennt, einen frischen Erdbeersaft noch dazu und haben uns in die Parks gelegt. Santiago gefaellt mir!




José del Maipo



am Río




Carla und Ich




wie wunderbar das "Blumen"mar""




faulenzen im Parque Forestal in Santiago




Carla und Rodrigo