Samstag, 20. September 2008

Laguna Verde 20.09.2008

Laguna Verde

Sommer, Sonne, Strand und MEER - Heute gings mal wieder raus aus der Stadt, mit nem Micro ueber die Berge und dann runter zum Strand in Laguna Verde! Da am 18. September hier chilenischer Nationalfeiertag ist und die Leute alle frei haben, war viel los, aber man kann sich sein stilles Plaetzchen weiter hinten am Strand an den Felsen suchen. Und so lag ich in der Sonne am Pazifik, bekam noch einen Anruf aus Meppen - sommerliche Gruesse ins herbstliche Deutschland :-) - und hab mit etwas Gisbert-Musik einfach wieder die Zeit genossen. Schoener Tag - so was muesste man oefter haben! Im Dunkeln gings dann wieder zurueck in das Lichtermeer ValpO!!


Laguna Verde


MEER genießen !!


Meine Chucks am chilenischen Pazifikstrand


kleines Krabbeltierchen am Strand


Strandfund

Sonne, MEER, Strand und Muschel


Eykalyptusbaum - welch wunderbarer Geruch

Isla Negra 07.09.2008

Isla Negra - eine Auszeit in der "Stille" am Meer. Mann, tat das gut! Nachdem ich einige Tage zuvor zutiefst angenervt und frustriert von meiner Arbeit im Maedchenheim war, war der Tag am Meer in Isla Negra genau das Richtige, um ein wenig neue positive Energie zu tanken. Flo, Michi und ich haben uns mit dem Bus aufgemacht und waren dann in einer guten Stunde da. Endlich wieder ein bisschen Natur, das fehlt uns hier in ValpO sehr! Bekannt ist der Ort eigentlich fuer das Haus von Pablo Neruda, das wir Kulturbanausen aber einfach mal ganz stumpf ignoriert haben an diesem Tag. Ich war einfach froh, ein bisschen raus aus der Stadt zu sein, ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen. Mich konnten da die Felsen, das Meeresrauschen und der ein oder andere Pelikan in dieser Stimmung weitaus mehr beeindrucken, als ein gewisser Pablo. Vielleicht werde ich sein ehemaliges Anwesen ein anderes Mal beehren. Auf jeden Fall sassen wir einfach am Meer, haben den Wellen gelauscht, zugeguckt, wie sie sich an den Felsen aufschaeumten und haben die "Stille" der Umgebung genossen! Ein wunderschoener Tag, ab dem bei mir alles wieder aufwaerts ging!




Strasse in Isla Negra





Abendstimmung



Pelikan

wichtige Gespraeche

Tanja in Michis Brille

Michi, Ich und Flo


Michi und sein Traumhaus

Sonntag, 14. September 2008

Arbeitsalltag im Heim

Ein Heim voller chilenischer Mädels und mitten drin Tanja. Puh, nicht immer einfach meine Arbeit im "Hogar de Ninitas". Ich hatte eine Zeit, durch die ich mich ganz schoen durchkaempfen musste. Da kamen ganz viele Zweifel auf, ich wurde sehr in meiner Geduld erprobt, bin wirklich an persoenliche Grenzen gestossen, meine Motivationsfaehigkeit wurde aufs Äußerste strapaziert, es sind einige Traenen geflossen und es kamen sogar Gedanken auf, alles einfach hinzuschmeissen . Das Problem ist, dass ich mich hier, was die Arbeit angeht meistens sehr alleine fühle. Ich will ganz viel machen, hab einen Haufen an Ideen in meinem Kopf, nur ist die Umsetzung immer schwierig, wenn nicht manchmal unmoeglich, weil man es mir hier einfach nicht ermöglicht, meine Arbeit so zu machen, wie ich sie durchaus machen könnte. Ein bisschen abgehärtet bin ich zwar schon aus Perú, was das Nichtvorhandensein von Organisation, Struktur und Kommunikation angeht, aber ich merke, dass ich hier einfach auch an mich selbst einen höheren Anspruch hab, als nach dem Abi in Huánuco. Fuer jede kleine Information, die ich brauche, muss ich ewig und drei Tage (manchmal auch 3 wochen!!) hinter jemandem herlaufen und hab manchmal das Gefuehl ich komm und komm einfach nicht an mein Ziel, weil man gerade in dieser Arbeit einfach auf Zusammenarbeit angewiesen ist und ich wenig Unterstuetzung bekomme. Eine krasse Herausforderung, die ich ja aber auch wollte.
Wenigstens ist dann immer wer da, wenn ich geschafft von der Arbeit nach Hause komme. Und wenn ich dann mal einen Heulanfall hab, dann ist mindestens Isa da, nimmt mich in den Arm und kommt mit ihren Hippieideen: Komm, wir lassen den ganzen Laden da hochgehen!! REVOLUTION!:-)
Inzwischen hab ich mich aber wieder ein bisschen gefangen. Ich bin oft von mir selbst fasziniert, wie sich mein Frust doch immer wieder schnell in einen Tatendrang verwandelt. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin so viel Kraft habe, denn die brauche ich wirklich für diese Zeit!

Samstag, 6. September 2008

Snowboarden in den chilenischen Anden 05.09.2008




Ich haette nie gedacht, dass ich in meinem Leben noch mal erzaehlen kann, dass ich Snowboarden war. Skifahren und Co hat mich in Deutschland noch nie interessiert. Da wir uns aber mit einer ganzen Gruppe aus dem Hostal aufgemacht haben, war ich natuerlich mit dabei. Mit einem gemieteten Bus, einem Fahrer ohne Fuehrerschein und einer lustigen Meute schneebegieriger Menschen ging es dann von Valpo aus auf die etwa 4 stuendige Reise in die Anden nach Colorado bei Santiago. Morgens um 6 waren dann doch alle trotz rhythmischer Latinomusik erst noch am schlafen. Sehr wach waren dann aber alle, als es am Fuss des Berges hiess:STOPP, bis hierhin und nicht weiter! Tja, da hat unser toller Hostalpapa Jaime mal schlecht geplant! Selbst keinen Fuehrerschein, dann kurz vor der Kontrolle noch schnell deswegen nen Fahrerwechsel gemacht und dann noch einen Bus mieten, fuer den man einen Fuehrerschein der Klasse A braucht, den natuerlich - was fuer ein Wunder - niemand hatte. Da standen wir dann nun. Kurz vorm Ziel....ein Haufen Leute, der sich einfach nur in den Schnee schmeissen wollte. Nach einigem Hin und Her und chilenischer Unfaehigkeit, Dinge in die Hand zu nehmen und zu organisieren, hatten wir dann einen faehigen Fahrer engagiert...natuerlich mit deftigem Aufpreis..., der uns dann endlich in die weisse Pracht brachte. Am besondersten war es wohl fuer Isis, unsere venezulanische Mitbewohnerin, die das erste Mal in ihrem Leben Schnee gesehen hat. In dem Moment haette ich auch gern das alles mit ihren Augen gesehen. Aber selbst fuer uns wars toll. Innerhalb weniger Minuten ist man ploetzlich in 2400 Metern Hoehe vorbei an einigen Wildpferden in einer anderen Welt. Alles weiss, es war am schneien und oben auf der Piste teilweise ein Gefuehl vom im Nichts sein, bei 5 Meter Sichweite in ein einziges Weiss. Nach einer Einfuehrungsstunde zum Snowboarden, bei der ich mich anfangs glaub ich sehr bloed angestellt hab, hab ich mich spaeter auf der Piste wie ich finde sehr gut und vor allem weit aus besser als vorher gedacht geschlagen. Ich bin immerhin oft am Stueck fahrend den Berg runtergekommen, auch wenn ich nicht leugnen kann, dass ich mich das ein oder andere mal gscheit ueberschlagen hab!! Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, auch wenn ich den Wintersport nicht fuer mich entdeckt hab!



Spaeter sind wir dann alle fix und fertig, aber gluecklich, aus der weissen Welt wieder zurueck in die farbige Welt nach unten gefahren und zu Hause alle halbtot ins Bett gefallen. Am naechsten Morgen im Hostal trudelten wir dann alle nach und nach mit Muskelkatergang und -schmerzgesicht in die Kueche ein und tauschten uns ueber die heftigsten "Unfaelle" und die besten Fahrten aus!




angekommen im Schnee


Snowboardaction


die ersten uebungen auf dem snowboard



nach einem aufregenden Tag im chilenischen Schnee

alle wieder beisammen, rein in den Bus und nach Hause - Coca, Lena, Nora, Ich, Sheyla, Amaia, Flo, Itziar, Isis, Jaime, Oihane, Beto und Gorge

santiago 29. - 31.08.2008

Flo, Michi und Camila im Bus von ValpO nach "Santiasco"


der Blick vom Balkon bei Camila zu Hause - warme Sonnenstrahlen mit Blick auf die schneebedeckten Anden


Santiago vom Cerro St. Lucía aus gesehen


auf dem Weg zum Cerro St. Lucía

beim Cerro St. Lucía


eine Strasse in Santiago


abendlicher Spaziergang in Santiago - Toco, Ich, Michi und Camila im Park der verliebten Paaerchen - im Hintergrund ein schoenes Brunnenlichterspiel


Bellavista - das beste Ausgehpflaster in Santiago


Santiago bei Nacht - ein einziges Lichtermeer


abends in ner Bar mit Daniela, Michi, Camila, Toco, Indiana, Mike und Flo


indiopicaro - typisch chilenisch :-)


Das letzte Augustwochenende habe ich zusammen mit Michi und Flo in Santiago bei einer Unifreundin der beiden Jungs verbracht. Mit dem Bus gings von Valpo aus nach Santiago (oder auch Santiasco wie die Chilenen gerne sagen) und von da aus weiter mit der Metro. Eine U-Bahn in Suedamerika - fuer mich ganz neu. Bei Camila zu Hause hatten wir das Wochenende ueber schoene warme Betten, es war ganz ruhig und unsere Waermflasche hatte mal fuer zwei Naechte frei:-) Ausserdem wurden wir von der wirklich unglaublich netten Mama koestlich bekocht und der Papa hat uns immer ganz selbstverstaendlich mit dem Auto von A nach B kutschiert. Eine wirklich nette Familie, in der man sich vor allem durch viel muetterliches Kuemmern sehr zu Hause gefuehlt hat.
Santiago hab ich mir viel viel groesser vorgestellt. In allen Reisefuehrern steht, dass die Stadt sich zusammen mit Mexico-City den Titel der versmogtesten Stadt teilt. Ich fand die Stadt aber wirklich angenehm. Dadurch, dass es wegen der Erdbebengefahr wenige hohe Haueser gibt, wirkt alles gar nicht so gewaltig, obwohl es schon gross ist, weil es sich ewig weit ausdehnt. Aber der Blick ist gigantisch. In alle Richtungen guckt man auf die noch schneebedeckten Anden und ich stand jeden Morgen mit einem "Oh und Ah wie schoen" in der richtig warmen Sommersonne auf dem Balkon und bestaunte die Berge.
Wir sind zusammen mit Camila und ihren beiden Schwestern Daniela und Toco auf den Cerro (Berg) St. Lucía und konnten von da aus ueber ganz Santiago gucken. Irgendwie sehr friedlich, da oben zu stehen und einfach mal auf den ganzen Trubel runterzugucken. Auf dem Cerro St. Cristóbal waren wir dann an einem Abend noch mal und hatten dann die Sicht auf Santiago bei Nacht. Ein einziges Lichtermeer!
Ansonsten sind wir viel gelaufen...haben viel Piscola getrunken und viel geschlafen! Nach einer anstrengenden Woche fuer mich im Heim genau das Richtige!