Fast drei Monate um in Chile – also raus aus dem Land nach Argentinien! 8 Stunden Nachtfahrt durch die Anden zusammen mit Lena. Nachts um 4 mussten wir dann raus in die eisige Kaelte, um unseren argentinischen Stempel im Pass in Empfang zu nehmen. Immer dabei mein hoechst seltsamer argentinischer Mitfahrer, der sich schnarchend auf den beiden Sitzen vor mir breit machte und mir als erstes mal ein rundes Ding in die Hand drueckte zum Drogen zerkleinern. Ach und ob ich denn noch die und die Droge kennen wuerde – den Namen hab ich vergessen – kannte ich nicht. Naja, er meinte ich wuerde mich dann irgendwann an ihn erinnern. „Haeh, will der mir jetzt was ueber die Grenze unterschieben?!“ – da ging meine Fantasie mal wieder mit mir durch. Naja, aber ich hab ja auch schon so meine Erfahrungen gemacht, was Kriminalitaet in Suedamerika angeht und so abwegig waer das ja nu nicht. Aber nein, Lena und ich sind ohne weitere Komplikationen ueber die Grenze gekommen und morgens gluecklich und mit grossen Augen, endlich mal wieder was Neues zu sehen, in Mendoza angekommen. Ich hatte gleich ein liebevolles Gefuehl zu dieser Stadt. Wir haben uns dann aufgemacht zum Hostal von Meike, Lenas Freundin, die ein Semester in Mendoza studiert. Meike war aber tief und fest am schlafen, sodass Lena und ich noch einige Zeit auf der Strasse vor dem Haus verbracht haben bis wir mit ziemlich hartnaeckigem Klingeln Meikes Hostalmitbewohner aus den Federn geholt haben. Nachdem wir dann kurz ne kleine Runde genickert haben gings dann gegen Mittag los zum Fruehstuecken: EIS!! Aber was fuer eins. Die Qual der Wahl….ricissimo wars! Dann sind wir zusammen mit Meike und Lucia, ihrer mexikanischen Freundin, zur Uni! Da haben wir die beiden dann fleissig sein lassen und Lena und ich haben uns auf gemacht und sind durch den riesen Park geschlendert. Und wie wir das genossen haben: das ganze GRUEN!! Toll! Ich weiss nicht wie oft wir beiden an dem Tag oh und ah wie toll gesagt haben. Das fehlt halt einfach wirklich sehr in Valpo…Natur. Wir sind dann den ganzen Tag viel viel gelaufen und haben viel viel Sonne abbekommen. Ein bisschen zu viel fuer mich anscheinend. Am naechsten Tag war mir von morgens bis abends uebel. Trotzdem hab ich mich tapfer geschlagen und hab trotz einigen Austritten aufs Klo – die Argentinier sind davon ueberzeugt, dass das alles von einem gewissen Andenwind kommt – den Tag mit Weinprobe und einem Besuch in der Schokoladenfabrik sehr genossen.
Am naechsten Tag war ich dann auch wieder fit und wir haben uns mit 5 maedels – Lena, Meike, Lucia, Nada (eine andere deutsche Mitbewohnerin von Meike) und ich auf nach Potrerillos gemacht. Das ist ein Ort mitten in den Anden mas o menos 1 ½ Stunden von Mendoza entfernt. Dort ausgestiegen kam mir alles nur noch total irreal vor und ich hatte mal wieder so Momente, in denen ich mir sagen musste: Krass, Tanja, du stehst gerad mitten in den Anden in Suedamerika! Wahnsinn! Nachdem wir uns dann auf dem Platz ein koestliches Fruehstueckspicknick gegoennt haben sind wir dann „Heo, spann den Wagen an“ singend durch die Landschaft gezogen mit dem Ziel irgendwann auf ein Raftingspektakel zu stossen, vom dem wir spontan erfahren hatten. Wir haben unseren Fussmarsch schliesslich ein bisschen abgekuerzt, als ploetzlich ein Bulli im die Ecke kam, wie dafuer geschaffen, 5 nette Maedels mitzunehmen. Nada hats dann ganz direkt gedreht: Nimmst du uns mit zum Rafting? Gebongt. Schwups sassen wir im Bus und kamen einige Minuten spaeter an der Stelle vom Rafting an. So haben wir ganz spontan auch noch eine besondere Unterhaltung gehabt.
Abends haben wir wieder lecker gekocht….ein Mal mit allem drum und dran und vor allem Arrroz con leche!!
Am naechsten Morgen sind wir mit einerseits schwerem Herzen wieder in den Bus nach Chile gestiegen. Andererseits wars auch ein Gefuehl von nach Hause kommen und als wir dann wieder an der chilenischen Grenze waren hatte ich auch ein Gefuehl von Zugehoerigkeit und das war schoen. Und auch wenn Mendoza wirklich so schoen war und wir uns dort auf den Strassen gerade abends weitaus sicherer gefuehlt haben, Valpo ist ein besonderes Plaetzchen und es hat seinen Platz in meinem Herzen gefunden!

koestliches Eisfruehstueck mit Meike, Lucia und Lena

ham!!

oh!! ah!! so viel gruen - wie toll!!

im Parque

im Parque mit Blick auf die Anden

Kochen mit den Maedels bei Meike und Nada im Hostal

Weinprobe in einer der vielen Bodegas

Weinfaesser

unbekannte, aber koestliche fruechte vom baum klauen

Augenbaeume

Schoki, Likoer, Marmeladen und Pasten - Probe : Hmmm!!

Energie rauslassen nach so vielen Koestlichkeiten

Schoki machts moeglich

Potrerillos - Ist das Wahr?!

Spaziergang durch die Anden

Fruehstueckspicknick

letzte Reste auskratzen

Mate - immer dabei!!

Erschoepfungserscheinungen vom vielen Essen

Andenmode

Rafting

Raftingaction

warten in Potrerillos auf den Bus nach Mendoza - Mate wie immer dabei!!

Reiselandschaft

wieder in Chile
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